Urban Life? Mannheim hybrid!

Öffentlicher Raum und Physical Distancing

Im Sommer 2021 erarbeiten die interdisziplinären Teams bei kompass// △ bimodal2 Konzepte und Umsetzungen rund um das Thema Urban Life? Mannheim hybrid! Bedingt durch die globale Covid19-Pandemie sind öffentliches und Privat-Leben weltweit erheblich eingeschränkt. Der Großteil zivilgesellschaftlicher, kultureller, sportlicher, gewerblicher und politischer Aktivitäten können nicht mehr in bisherigen Formen stattfinden. Hybride Formate können neue Formen öffentlichen und Stadtleben ermöglichen.

Bei der Entwicklung ihrer Projekte gehen die interdisziplinären Teams datengestützt vor: Problemdefinition, Lösungsfindung und Konzeptentwicklung basieren auf Analysen vorliegender Datensätze zu verschiedenen Themenfeldern der Digitalisierung von öffentlichem städtischem Leben, wie die Gestaltung öffentlichen Raums zur Unterstützung sozialer Vernetzung über Distanz, Chancengerechtigkeit bei der Teilhabe an Online-Angeboten und die Beteiligung der Öffentlichkeit an politischen Prozessen und Entscheidungen. Darüber hinaus werden eigene Daten erhoben und ausgewertet, um Bedarfe unterschiedlicher Nutzer*innengruppen besser nachvollziehen zu können. Auf dieser Grundlage entwickeln die Teams innovative Konzepte zu verschiedenen Aspekten einer inklusiven, digitalen, urbanen Öffentlichkeit in Mannheim.

Thema des interdisziplinären Projekts im Sommer 2021

Bedingt durch die globale Covid19‐Pandemie sind öffentliches und Privat‐Leben weltweit erheblich eingeschränkt. Der Großteil zivilgesellschaftlicher, kultureller, sportlicher, gewerblicher und politischer Aktivitäten können nicht mehr in bisherigen Formen stattfinden. Urbanes öffentliches Leben kommt unter Lock‐down‐Bedingungen zum Erliegen. Doch finden gerade im öffentlicher Raum Demokratie und Stadtgesellschaft statt, werden erlebt und erlernt. Städtische öffentliche Räume ermöglichen jedem*r Einzelnen sich anonym in der Masse zu bewegen, sich mit verschiedenen Gruppen zu identifizieren und mit anderen Menschen zu kommunizieren. Und nicht zuletzt macht Erleben urbaner Öffentlichkeit in den Straßen, auf Plätzen und in Grünanlagen, die Stadt als Lebensort attraktiv. Im Raum stehen die Fragen, ob und wie Stadtleben und Öffentlichkeit analog und digital während und nach der Pandemie aussehen kann. Es geht darum, physikalische und digitale Räume zu verbinden, Schnittstellen zu finden und Lösungen zu schaffen.

Ökonomisch‐technisch Perspektive
Wie können Ressourcen für die Teilhabe an digitaler Stadtöffentlichkeit unter Einhaltung der Hygieneregeln geteilt werden? Mit welchen digitalen Technologien kann soziale Vernetzung realisiert werden? Welche Optionen eröffnet die Digitalisierung von Stadtleben Branchen, die unter den coronabedingten Einschränkungen besonders zu leiden haben, wie z.B. dem Einzelhandel, der Gastronomie oder aber auch Kunst‐ und Kulturschaffenden? Kann ein Café‐Besuch, ein Konzertbesuch oder ein Shopping‐Erlebnis digital in einem virtuellen Stadtzwilling simuliert werden? Wie können öffentliche Plätze in Mannheim gestaltet werden, um die Bürger*innen analog und digital zu vernetzen?

Ökologische Dimension
Nimmt das verstärkte Arbeiten im Homeoffice positiven Einfluss auf Natur und Umwelt? Kommt es zu Rebound‐Effekten? Wodurch kann jede*r einzelne Mannheimer*in unter Pandemiebdingungen dazu beitragen, den ökologischen Foot Print zu reduzieren? Welche neuen Anforderungen stellen sich an eine ökologische Stadtplanung zur nachhaltigen Gestaltung öffentlicher urbaner Räume unter den Bedingungen von Physical Distancing?

Soziale Aspekte
Wie lassen sich Menschen unter Kontaktbeschränkungen untereinander wieder vernetzen? Ermöglichen digitale Lösungen den Mannheimer*innen neue Kontakte zu knüpfen? Durch welche konkreten Maßnahmen können Personen aus Haushalten mit wenig Einkommen ins Online‐Stadtleben integriert werden? Bedarf es in Zeiten von Physical Distancing verstärkt Weiterbildungsangebote zu Digitalkompetenzen für Ältere, Jugendliche und Kinder? Wie können hybride Tools zum geselligen Miteinander inklusiv und möglichst barrierefrei gestaltet werden? Sind Ansätze ohne technische oder digitale Unterstützung denkbar?

Insgesamt geht es darum, kreative Ansätze für ein inklusives, barrierefreies und chancengerechtes hybrides Stadtleben by Design in Mannheim zu entwickeln.

Impulsvorträge

 

Leonie Kauz, Projektleiterin kompass △ modal, Hochschule Mannheim

Einführung in die interdisziplinäre Projektarbeit: Urban Life? Mannheim hybrid!

Christiane Rudic, Quartiermanagerin Rheinau, Stadt Mannheim
Jennifer Yeboah, Quartiermanagerin Neckarstadt-West, Stadt Mannheim

Impuls#1 – Stadt Mannheim - Quartiermanagement
Beitrag ohne Folien

Claudia Möller, Abteilung Strategie und Diversity, Projekt „Migrants4Cities“, Stadt Mannheim

Impuls#2 Zusammen – online? Geht! - Ko-Kreation im Projekt Migrants4Cities